Jan Ein weiterer toller Weltwaerts mit dem Welthaus Blog
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moin Leute,

habe mich jetzt schon seit geraumer Zeit nicht mehr hier auf meinem Blog verewigt, und da ich schon die ersten beschwerden erhalten habe, werde ich mal ein bisschen über die letzten beiden Wochenden und meine Arbeit bei Marie Stopes berichten.

Am Wochenende vom 19.-20.09 haben wir unseren ersten Kurztripp gestartet, um die Umgebung rund um San Cristóbal und Chiapas besser kennen zu lernen. Unsere erste Station dabei sollte die Seenkette names Lagos de Montebello werden, die circa 2 Stunden Busfahrt von San Chris entfernt liegt. Dort angekommen, stellten sich auch alle Seen als sehr sehenswert heraus, da die meisten, abgesehen von einem Parkplatz, einer Fressbude und einen Kunststand, noch relativ unberührt waren, sodass man die Natur genießen konnte;-) Nach insgesamt 9 Seen und einigen Schwimmabenteuern später, erreichten wir letztendlich eine Kleinstadt namens Comitán, die sich aufgrund ihrer Hässligkeit herrvoragend als Übernachtungsmöglichkeit anbot, da die Preise für eine Nacht sehr erschwinglich waren und man trotzdem in den gebotenen Bars seinen Spaß haben konnte.

Nach einer eher kurzen Nacht gings dann weiter nach Chifloooooon, wo uns ein fetter Wasserfall erwarten sollte! Nach einer Stunde Busfahrt und einer kurzen Reise mit motorradähnlichen Gefährten, haben wir den Naturschutzpark erreicht, der alles in allem ganz fein hergerichtet war. So konnten wir an einem Fluß langwandern, der mit größeren und kleineren Wasserfällen durchsetzt war, bis wir schlussendlich den höchsten Wasserfällen von allen erreichten. Die Schätzungen über die Höhe dieses Naturspektakels lösten in unserer Gruppe einige Dispute aus, da von 100 – 1000 Metern alle Spekulationen abgegeben wurden^^…naja…letztendlich warens dann 120m;-), was allerdings nicht weniger beeindruckend war. Nachdem wir uns noch mit einer Touriseilbahn über den Park geschwungen haben, konnten wir auch ein Bad unter einem kleineren Wasserfall nehmen und wir dachten nur, dass es im Paradies nicht sonderlich anders aussehen kann;-) Unter einem Wasserfall herzuschwimmen und neben einem Riesenbäume stehen zu haben, hat mich schon beeindruckt.

Am darauffolgenden Wochenende vom 26.-27.09 hat uns ein weiterer Freiwilliger aus unserer Gruppe zu seinem Geburtstag in eine Stadt Namens Ocosingo eingeladen, da er dort arbeitet. Also wieder allemann in den Bus und los gings 2 Stunden nach Oco, wo wir von unserem Kollegen “Worthi” freudig empfangen wurden. Glücklicherweise hat Worthi in Oco schon Anschluss zur mexikanischen Gesellschaft gefunden, sodass er uns auch gleich seine neuen Kumpels vorgestellt hat, die uns auch prompt zu einem Trip zu Mayaruinen in Tonina eingeladen haben. Erfreulicherweise hatte auch einer seiner Kumpels ein großes Auto, das eigentlich für 10 Personen konzipiert ist, was aber keinen daran gehindert hat, auch mit 17 Mann einzusteigen:-) Mit der vollgepackten Karre sind wir dann also zu den Ruinen gedüst, die auch ziemlich eindrucksvoll waren, da sie enorm groß und noch recht gut erhalten waren. Nachdem alles angeguckt und jeder Stein einmal von allen Seiten von einigen Spezialisten fotographiert wurde und noch einige das Glied einer Statue eines Mayagottes geküsst hatten, da das angeblich Wünsche in Erfüllung gehen lässt, gings auch schon weiter zu einer gemieteten Ranch der Mexicanos. Dort angekommen, wurde erst einmal Partie Fußball Deutschland gegen Mexiko gezockt und gegrillt, bis es wieder auf nach Oco gehen sollte, da uns ja am Abend noch Worthis Geburtstagsparty bevorstand.

Die Party sollte im Haus von einigen der Mexikaner stattfinden, welches sich später gar nicht als ihr Haus herausstellte, sondern einfach nur von ihnen besetzt war, weils halt leerstand. Als Partylocation war es auf jeden Fall gut geeignet:-) Problem war nur für mich, dass sich einige der Mexikaner noch nicht mit der Partie Fußball zufrieden geben wollten, sondern ihre Trinkfestigkeit im Tequilawettexwettbewerb mit mir messen mussten. Als äußerst diplomatische Person würde ich jetzt einfach mal beiden Seiten ein Unentschieden ausstellen, obwohl für einige Mexikaner der Abend mit dem Kopf aus dem Fenster hängend beendet wurde^^. Naja, wahrscheinlich waren einfach mal wieder die Chips etwas schlecht;-)

Nachdem wir die Nacht mehr oder weniger gut, aber auf jeden Fall mit viel Spaß überstanden hatten, gings am nächsten Tag vor der Heimfahrt noch zu einem weiteren nahegelgenden Wasserfall, der nicht weniger beeindruckend war. Allerdings mussten wir (oder zumindest die meisten von uns) uns noch gehörig über das Wahlergebnis ärgern, das wir morgens im Internet verfolgen konnten, aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Der Wasserfall hat auf jeden Fall seiniges dazu beigetragen, dass die Stimmung wieder besser wurde und wir konnten mit Begeisterung die Hügel hochkrakseln und durch den Fluss schwimmen, der nur mit Seilen durchquerbar war, da die Strömung kurz vor dem Wasserfall ziemlich stark war. Spass hats auf jeden Fall gemacht und als ich Nachts wieder in San Chris angekommen bin, haben sich als erstes meine Beine bei mir bedankt, da sie wohl keine Lust mehr hatten auf Laufen und Klettern:-)

Aaaalso, soviel zu den letzten beiden Wochenenden. Über meine Arbeit werde ich wohl nächtes mal was schreiben, weil ich jetzt keine Lust mehr habe;-). Außerdem ist ja heute Freitag und das nächste Wochenende geht schon wieder los!

Machtet Jut, Jan

Hier nochmal einige Bilder: (kriege es leider wegen technischer Probleme nicht hin, die Fotos vernünftig hochzuladen, sodass ich sie einfach mal hierhinmülle)

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